^ nach ^ oben

logo

LandkarteKatzbach, eine kleine, nette Ortschaft mit liebenswerten Menschen am südlichsten Ende der Stadt Waldmünchen

 

 

 

Wo liegt Katzbach bei Geigant?  Wie begründen sich die Ortsnamen?

 


Quellennachweis www.lvg.bayern.de  

Kartengrundlage © Bayer. Vermessungsverwaltung;Topographische Karte 1:50 000 (DTK 50) e-mail Genehmigung v. 17. 9. 2007

Ein kleines Dorf in Bayern, Regierungsbezirk Oberpfalz, nahe der tschechischen Grenze, gelegen im Landkreis Cham, gehörend zur Gemeinde Waldmünchen an der Staatsstraße Waldmünchen-Cham. 

Ortsnamen der ehemaligen Gemeinde Katzbach:

Katzbach: der Ortsname beruht auf dem GewN Katzbach, dieser ist zusammengesetzt aus althochdeutsch (ahd.) kazza 'Katze' (oder kazzo 'Kater'), wobei Katz- in geografischen Namen nicht nur die Hauskatze, sondern auch die Wildkatze bezeichnen kann, und ahd. bah 'Bach'

in unserem Dialekt wird es als Kazbo gesprochen.

Bonholz: entspricht dem mittelhochdeutschen (mhd.) Wort ban-holz 'Bannforst'

Eschlmais: zusammengesetzt aus mhd. esche 'Esche' und mhd. meiz (das z wäre genauer als geschweiftes z anzugeben) 'Holzschlag'. Dazu findet sich in den Blättern für oberdeutsche Namensforschung 44. Jahrgang 2007 Seite 63 eine Erklärung zu maißen, meisen, meißen, verfasst von Rudolf Jäger, mit dem Titel Die Rodung in bayerischen Ortsnamen. Wortbestandteile, deren Wurzeln einen Rodungshintergrund widerspiegeln:

mhd. meiz ~ Holzschlag, Schlag im Wald, maisel ~ Holzschlag, ahd. meizan ~ schneiden, hauen (meizil ~ Meißel, Abgeschnittenes), mhd. meizen ~ (aus-)hauen, schneiden, schlagen (ausmerzen!), meißen ~ hauen, schaben, schneiden, abmeißen ~ abhauen, mdl. moaßn ~ ausschneiden verdämmenden Bewuchses in Kulturen

Eschlmais in unserem Dialekt: Eschlmoaß

Häuslarn: mhd. hüselin (ü und i jeweils mit Querbalken drüber, d. h. 
langes ü und langes i) = Deminutivbildung zu mhd. hus (u mit Querbalken
drüber) 'Haus, Wohnung; Schloss'

Roßhof: "Rosszagel" geht auf mhd. ros-zagel 'Pferdeschwanz' zurück
(Benennungsmotiv: Form einer Flur?; "zagel" wird oft zur Bezeichnung von vorspringenden, schmalen Landstücken verwendet)

Die vorgenannten Erklärungen begründen sich auf die freundlicherweise übermittelten Erklärungen des Dr. Wolfgang Janka von der Universität Regensburg vom 13. 11. 2008

Zu Kühnried: Dazu findet sich in den Blättern für oberdeutsche Namensforschung 44. Jahrgang 2007 Seite 69 und 70 eine Erklärung zu rieden, rieten, ried, verfasst von Rudolf Jäger, mit dem Titel Die Rodung in bayerischen Ortsnamen. Wortbestandteile, deren Wurzeln einen Rodungshintergrund widerspiegeln:

mhd. riuten, rieten ~ ausrotten, vernichten, ausgereuteter Grund, mhd. riden ~ drehen, wenden, (Weis ggf. schon auf das Wenden des Bodens hin!), [...] ahd. reod, riod, mhd. ried ~ vom Holz geräumter Platz im Wald, mhd. riet ~ ausgereuteter Grund, Ansiedlung darauf, auch Ackergrund, [...] siehe dazu auch den Flurnamen Reutenleite bei der Sandwiese befindlich. 

Das Bächlein Katzbach ist auch im Wikipedia beschrieben

© by Josef Ederer Katzbach 33 Dez. 2008