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Die Generalversammlung der Jagdgenossenschaft Katzbach für das Jagdjahr 2006 fand statt am 23. 7. 2007, siehe nachstehenden Bericht.

 

Jagdvorsteher Markus Feiner konnte zur Generalversammlung neben den zahlreichen Jagdgenossen auch Stadtrat und Förster Peter Barth begrüßen. Nachdem ordnungsgemäß und fristgerecht über die Tageszeitungen eingeladen war, gab er die Tagesordnung bekannt, zu der allgemeine Zustimmung signalisiert wurde. Vor seinem Jahresbericht gedachte er des Verstorbenen ehemaligen langjährigen Jagdvorstehers Josef Schichl aus Häuslarn. Feiner würdigte das Wirken Schichls als sehr fruchtbringend. Die Mitglieder gedachten seiner in einer Schweigeminute.

In seinem Jahresbericht erwähnte Markus Feiner als erstes das Rehessen des Pächterehepaares Josef und Helga Wagner, das inzwischen schon Tradition geworden ist. Die Genossenschaft gab viel Geld für die Aufschotterung der Wege aus und Feiner dankte den Anliegern die mit ihren Geräten und Maschinen mithalfen, den Schotter zu planieren, zu walzen und zu verteilen bzw. anzufahren. Dazu gab auch die Stadt Waldmünchen einen finanziellen Zuschuss. Bemerkenswert war die Schnelligkeit und Geschlossenheit, mit der hier zu Werke gegangen wurde.

Mit zwei Mann wurde im vergangenen Jahr der Reviergrenzenplan abgegangen und geprüft. In Zusammenarbeit mit H. Bauer von der unteren Jagdbehörde wurde diese Sache ohne weitere Komplikationen abgehandelt und das Einverständnis der Behörde liegt vor. Feiner erwähnte hier, dass die Jagdfläche nicht mit der Gemarkung Katzbach übereinstimmt, weil vor Jahren ein Tausch zwischen Forst und Gemeinde stattgefunden hat. Zustande kam das damit weil das Jagdrevier eine zusammenhängende Fläche darstellt. Feststellen konnte er das in der Forstdienststelle Roding, wo er anhand einer alten vorhandenen Karte der Kreisjägerschaft diese Geschichte nachzuvollziehen war, wobei zu sagen ist, dass kein entsprechender Schriftverkehr weder in der Genossenschaft noch in der Aufsichtsbehörde existiert. Feiner hat auch in Regensburg nachgeforscht, jedoch nichts mehr dazu finden können. Betont wurde, dass es absolut keine Nachteile mit sich bringt, es fehlt halt nur das Wissen, weshalb das seinerzeit so gehandhabt wurde.

Kassier Josef Vogl stellte in seinem Kassenbericht detailliert die Einnahmen- und Ausbabenseite dar, wobei er zu verstehen gab, dass der Kassenbestand sehr niedrig ist. Die Kasse wurde durch die beiden Prüfer Andreas Sochor und Karl Bindl kontrolliert, sie bescheinigten Ordnungsmäßigkeit, der Kassier und auch die Vorstandschaft wurden einstimmig entlastet.

Jagdpächter Josef Wagner konnte im vergangenen Jagdjahr der Rehabschuss nicht ganz erfüllen. Wildschäden hatte er de facto nicht zu regulieren, Durch Verkehrsunfälle wurden 2 Rehe und 1 Schwarzwild getötet. Durch den langen Winter im vergangenen Jahr sind die Wildschweine wenig. Interessant ist, dass auch in unserer Gegend in der Nähe von Obernried ein Lux gesichtet wurde. Der Abschlussplan für die nächsten 3 Jahre wurde bereits festgelegt und der Versammlung mitgeteilt. Gemeinsam besprach man das Ergebnis. Pächter Bog Säpp berichtet auch über Baummarder, Iltis und Füchse. Durch den Sturm ging eine Kanzel kaputt. Mit der Hege hatten die Katzbacher Jäger wegen des milden Winters keine besonderen Anstrengungen zu leisten. Der Pächter besuchte auch die Hegeringverammlung die Anf. März stattfand und in der ebenfalls der Abschuss in den anderen Revieren diskutiert wurde. Im Prinzip liegen alle Reviere im selben Raster wie die Katzbacher Jagd. Förster Peter Barth erklärte dass anhand des Verbissgutachtens 2006 die Grundlage für den Abschussplan erstellt wurde. Er informierte, dass die Abschusserhöhung vorgeschlagen wurde wegen dem langen Winter. Während dieser entbehrungsreichen Zeit für das Wild steht lange keine normale Nahrung zur Verfügung und deshalb erhöhen sich dadurch die Verbissschäden. Wäre das Gutachten 2007 maßgeblich, käme vermutlich ein anderes Ergebnis da der Winter wesentlich milder war. Im Endeffekt ist die effektive Abschlussplanung fast immer konstant.

Im nächsten Tagesordnungspunkt hat Markus Feiner auf die aufliegenden Mustersatzungen verwiesen. Sie wurde einstimmig von den Genossen abgesegnet und wird künftig gelten. Die Satzung liegt noch bis zum 6. April für jeden einsehbar bei Lommer Peter Katzbach und bei Markus Feiner Häuslarn. Wer von den Jagdgenossen Änderungen wünscht, muss sie bis dahin bekanntgeben. Eine Änderung der Mustersatzung zieht die Prüfung durch die Jagdbehörte nach sich, erst dann kann sie in Kraft treten. Die Satzung ist zwingend notwendig, damit die Entscheidungen die sowohl in der Mitgliederversammlung als auch in der Vorstandschaft getroffen werden, eine fundierte Grundlage haben, damit bei eventuellen Unstimmigkeiten auf die Vereinbarungen zurückgegriffen werden kann. Vorsteher Feiner sagte, dass die Satzung ausschließlich in der Mitgliederversammlung und nicht in der Vorstandschaft geändert bzw. beschlossen werden kann.

Dann kam die Erstellung eines neuen Jagdkatasters zur Sprache. Der letzte Kataster wurde vor 22 Jahren am 18. 3. 1985 erstellt. Der vorletzte 1977. Da nach den geltenden Richtlinien der Kataster immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden muss, einigten sich die Genossen auf die Erstellung eines neuen Katasters. Feiner stellte 2 Möglichkeiten vor, einmal in bisheriger Papierform, und dann als EDV-gestützte Datei. Man sah es als besser an, vorerst die EDV-gestützte Möglichkeit fallen zu lassen, weil zwar hier der Vorteil der schnellen Aktualität gegeben sei, jedoch die laufenden Kosten pro Jahr eingespart werden könnten, die dann der Jagdgenossenschaft für andere Projekte zur Verfügung stehen würden. Außerdem ist es momentan so, dass jeder mit dem Kataster in Papierform umgehen kann und für die EDV-gestützte Version jemand beauftragt oder eingearbeitet werden müsste. Der künftige Kataster wird nicht nur mehr die Eigentümer und deren Flächengröße beinhalten, sondern z. B. auch die Aufteilung der Fluren in Unland, Ödland, bejagdbare Fläche prozentualer Stimmanteil für den einzelnen Genossen usw. Feiner konnte als Muster einen Kataster vorlegen, den er vom Vermessungsamt zur Verfügung gestellt bekam. Er bemerkte auch, dass jeder Genosse verpflichtet sei, z. B. bei einer Übergabe die Veränderungen an den Jagdvorsteher zu melden. Feiner gab bekannt, dass jeder Genosse verpflichtet ist, seinen Beitrag für die Finanzierung des Katasters zu leisten.

Die künftige Jahresplanung umfasst wiederum den Wegebau, wozu die Versammlung Feiner beauftragt, bei der Stadt Waldmünchen die Förderung zu beantragen.

Zum Schluss gibt Feiner bekannt, dass sich jeder Genosse, der auf die Ausbezahlung des Jagdpachtschillings besteht sich bis spätestens 23. 4. 2007 bei ihm melden soll. Er bedankte sich bei allen Mitgliedern für die sehr gute Zusammenarbeit und die reibungslose Gemeinschaft mit dem Jagdpächter, diesem wünschte er für die zukünftige Zeit Weidmanns Heil. 
© by Josef Ederer Katzbach 33 Juli 2007