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Sauen Fest2003 wurde wegen der vermehrten Flurschäden die durch Wildschweine verursacht wurden, durch die Katzbacher Jäger eine Drückjagd organisiert, siehe folgenden Bericht dazu:

 

 

Vom Frühjahr des Jahres 2003 bis weit in den Herbst hinein hatten Sauen immer wieder die Feld- und Wiesenfluren des Gemeinschaftsjagdrevieres Katzbach heimgesucht, ohne dass man durch zahlreiche Einzelansitze die Übergriffe entscheidend eindämmen konnte. Bei einem dieser Ansitze am Hagenberg konnten Sauen beim Auswechseln aus der dortigen Dickung beobachtet werden. Sollten sie sich dort öfter einschieben und den Tag verbringen?

In der Folgezeit wurde die besagte Fläche genauer unter die Lupe genommen und immer wieder umkreist, um die Fährten der ein- bzw. auswechselnden Sauen festzustellen. Mehrmals konnte die Anwesenheit der Schwarzkittel bestätigt werden. So entstand beim Jagdessen am 18. Oktober 2003 im Feuerwehrgerätehaus Katzbach zu vorgerückter Stunde der Plan, am darauf folgenden Sonntag eine Drückjagd durchzuführen, falls die Sauen am Morgen bestätigt werden könnten.  

Harald Bauer, einer unserer Mitjäger, wurde mit dieser Aufgabe betraut. Er konnte frische Fährten ausmachen, die in die Dickung führten. Außerdem bestätigte ihm der an Maggiwürze erinnernde Geruch sowie das Schnauben, Grunzen und Blasen die Anwesenheit der Schwarzkittel.

Schnell wurden der Jagdherr und die weiteren Mitjäger verständigt. Der Alarmplan wurde aktiviert. Während Josef Wagner, der Jagdpächter, Jäger und Treiber zusammentrommelte, legten Harald Bauer und Albrecht Seigner die Stände für die Jäger fest.


Der Ruf „Sauen fest!“ hatte an die 40 Jäger, Hundeführer und Treiber elektrisiert und ließ sie pünktlich um 13 Uhr am Feuerwehrhaus in Katzbach erscheinen.



Nun fuhr man hinauf zur Hansen-Kapelle nach Eschlmais. 

Nach kurzer Begrüßung, Sicherheitsbelehrung und Abschussfreigabe durch den Jagdherrn wurden die Jäger in zwei Gruppen aufgeteilt, leise an den Waldkomplex herangeführt und die Dickung gemäß dem vorgesehenen Plan weiträumig umstellt. Auf sicheres Schussfeld wurde geachtet und die Standnachbarn nahmen Kontakt zueinander auf. Bald ertönte das Signal „Anblasen des Treibens“ und die Treiber marschierten los.

Es wurde hang aufwärts getrieben. Durch den Lärm der Treiber und Hunde aufgeschreckt, versuchten einige Sauen bereits nach kurzer Zeit die Schützenlinie zu durchbrechen und die ersten Schüsse fielen. Die Treiber und die Hundemeute leisteten ganze Arbeit – und die war nicht leicht. Durch Dickungen und Brombeergestrüpp kämpften sie sich mühsam hindurch. Sie waren wirklich nicht zu beneiden, doch es gelang ihnen gemeinsam mit den Hunden, die Rotte zu sprengen. Zwischenzeitlich fiel Schuss auf Schuss.   Nach gut zwei Stunden war die Gemeinschaftsaktion einschließlich der nötigen Nachsuchen erfolgreich beendet und am Treffpunkt gab es strahlende Gesichter, denn nicht weniger als sieben Wildschweine lagen am Rande der Forststraße und konnten versorgt werden.

Ein weiterer Frischling aus der gesprengten Rotte wurde auf der Gemeindeverbindungsstraße Balbersdorf – Habersdorf im angrenzenden Revier beim Überqueren der Straße von einem Auto erfasst und getötet.

Die Freude über die stolze Strecke wurde nur dadurch getrübt, dass sich einer der Hunde beim Sprung über einen Felsen verletzt hatte und ein Hund auch nach mehreren Stunden noch nicht zu seinem Herrn zurückgekehrt war.  

Die Jagdgesellschaft traf sich anschließend wieder beim Feuerwehrgerätehaus. 



Dort wurde die Strecke gelegt und verblasen. Josef Wagner (Bock Sepp) unser Jagdherr, überreichte an die erfolgreichen Schützen den Erlegerbruch. So leicht wird es vermutlich so bald nicht wieder gelingen eine solche Anzahl von Sauen auf die Schwarte zu legen.



Dank einer guten und reibungslosen Zusammenarbeit aller Beteiligten war dieser erfolgreiche Jagdtag zustande gekommen.

Das abschließende „Schüsseltreiben“ in der Gerätehalle soll weitaus länger als die Jagd selber gedauert und auch einige „Opfer“ unter den Jägern gefordert haben.  

Verfasser des Jagdberichtes Albrecht Seigner, Waffenbrunn, Mitjäger. 
© by Josef Ederer Katzbach 33 Dez. 2003