^ nach ^ oben

logo

Radlerweg

Radler und Fußgänger können künftig gefahrenfreier von Katzbach nach Geigant kommen.

 

 

Schritt für Schritt zum Radwegenetz

Auf der Kanaltrasse von Katzbach nach Geigant entsteht ein sicherer Begleitweg für Radler und Fußgänger

Bürgermeister Markus Ackermann ist ebenso wie sein Amtsvorgänger Franz Löffler oft und gern „Kunde“ beim Straßenbauamt Regensburg. Mit diesem haben die beiden nicht nur groß den Spatenstich für die Ortsumgehung nördlich von Waldmünchen gefeiert, zum Tagesgeschäft gehören auch viele kleinere Projekte, die der Bevölkerung nutzen, wie der neue Rad- und Gehweg zwischen Geigant und Katzbach. Ackermann informierte sich am Mittwoch den 19. 10. 2011 zusammen mit seinem Baureferenten Rainer Röhrl und Straßenbau Abteilungsleiter Dr. Richard Bosl über den Stand der Arbeiten.

Bürgermeister Markus Ackermann an der Abfahrt Rosshoferstrasse

 Ermöglicht wurde der Bau durch ein Radwegebauprogramm für den nachträglichen Anbau von Radwegen an Staatssstraßen, das 2009 vom Freistaat aufgelegt worden ist und als Steckenpferd von Innenminister Joachim Herrmann gilt, erklärte Dr. Bosl. Damit konnte schon der Ausbau des Weges zwischen Waldmünchen und Prosdorf erfolgen. Weitere Wege entstehen im Landkreis mithilfe dieses Programms in Waffenbrunn und in Schorndorf. 

Eine Parallele zum Rad- und Fußweg nach Prosdorf gibt es zum Weg zwischen Geigant und Katzbach, denn auch dieser verläuft auf der Trasse der Kanalisation, die vorher verlegt worden ist. Straßenbauamt und Stadt teilen sich den Aufwand, denn die Stadt ist für den Grunderwerb und den späteren Unterhalt zuständig, während das staatliche Bauamt den Bau übernimmt. Und der ist doch mit stattlichen Kosten von 240.000 € veranschlagt.

Im Herbst wurden die Arbeiten ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt die Firma Dankerl,Selling, die auch schon den Kanal verlegt hat. Mit dem Wegebau wurde in der vergangenen Woche begonnen, mittlerweile ist bereits der Frostschutz auf halber Strecke eingebracht. Dr. Bosl hofft, dass der Weg bis zum Frühjahr fertiggestellt ist, sofern ihnen der Winter keinen Strich durch die Rechnung macht. Der Bauabschnitt hat eine Länge von knapp 1 km und reicht von der kleinen Kapelle am Ortseingang von Katzbach bis zum Ortsbeginn von Geigant.

Damit erschließt sich das Radwegenetz bis Waldmünchen, denn die Fortführung geht über Sinzendorf, Grub und Prosdorf direkt bis an die Stadt Waldmünchen. Rainer Röhrl räumt ein, dass sich darunter auch Abschnitte auf öffentlichen Straßen befinden, die aber nur von relativ wenigen Autos befahren werden.

Bürgermeister Markus Ackermann zeigte sich erfreut über den Radlerweg, weil dieser die Sicherheit besonders für Kinder und Jugendliche erhöht, denn nach Fertigstellen müssen diese nicht mehr auf der viel befahrenen Hauptstraße unterwegs sein. Besonders hob er die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt hervor, mit dem er in seiner noch kurzen Amtszeit schon einige Projekte abwickeln konnte, wie die Oberflächenerneuerung der Staatsstraße von Spielberg bis zur Abzweigung nach Untergrafenried.

Als nächstes steht noch in diesem Jahr der Bau des Fußgänger-Überwegs mit Druckknopf-Ampel in der Fabrikstraße zwischen Residenz-Wohnpark und Innenstadt an, weil diese Straßenüberquerung für Senioren eine echte Gefahrenquelle darstellt. Und dort entsteht etwas ganz Besonderes, sind sich Dr. Richard Bosl und Bgm. Ackermann einig. Das werde ein Vorzeigeobjekt für den gesamten Landkreis.

Das Bogkreuz bleibt neben dem Radweg erhalten

Dieser „Premium-Übergang“ wird komplett behindertengerecht ausgestattet mit einer Leitführung hin zur Ampel. Für Sehbehinderte oder Blinde wird der Weg mit „Taktiv erfassbaren Rillenplatten“ versehen und dazu abgeschrägte Bordsteinkanten verlegt, damit Rollstuhlfahrer barrierefrei die Straße überqueren können.

Im Zuge des Projekts sollen auch der Fußgängerüberweg bei der Druckknopf-Ampel in der Gartenstraße sowie an weiteren Zebrastreifen im Stadtgebiet behindertenfreundlicher gestaltet werden.

© by Josef Ederer Katzbach 33 Okt. 2011