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drohneGemeinschaftsübung in Häuslarn am 17. 3. 2017

 

 

Um 19.30 Uhr trafen sich die beiden Feuerwehren Katzbach und Geigant im Schulungsraum des Katzbacher Gerätehauses. Kommandant Christian Bauer konnte viele Aktive beider Wehren begrüßen und hielt zur Vorbereitung auf die gemeinsame Übung einen Vortrag über die Bedingungen und Bedürfnisse für eine nächtliche Rettungshubschrauber Landung.

Damit ein ernsthafter nächtlicher Rettungseinsatz des Hubschraubers möglichst ohne Komplikationen ablaufen kann, wurden im theoretischen Teil viele Möglichkeiten aber auch Bedingungen dargelegt und erklärt, bevor es nach Häuslarn zur „Einsatzstelle“ ging.

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Dort stellte die Familie Deml/Reuter eine Wiese als Übungsgelände zur Verfügung. Es wartete Andreas Babl aus dem benachbarten Obernried, der sich bereit erklärt hatte, mit seiner hochtechnisierten Drohne die Einsatzübung zu überwachen, filmen bzw. zu fotografieren und gleichzeitig eine Hubschrauberlandung nachzustellen.

Die beiden Wehren konnten mit ihren drei eingesetzten Löschfahrzeugen und Beleuchtungssätzen ein ca. 150 m² großes, fast waagrechtes Areal ausleuchten, auf dem ggf. ein Rettungshubschrauber landen könnte. Außerdem wurde versucht, separat 2 Hochspannungsmasten, die in der Nähe platziert sind, ebenfalls auszuleuchten, um einer möglichen Kollision des Flugzeuges bei der Landung vorzubeugen.

Andreas Babl flog mit seiner ferngesteuerten ca. 2,5 kg schweren Drohne die Wiese in einer Höhe von ca. 170 Meter ab und konnte im Anschluss an die Übung das mit der Bordkamera aufgenommene Bildmaterial den Verantwortlichen Kommandanten übergeben. Es zeigte sich, wie schwierig es ist, im Ernstfall die Beleuchtung so auszurichten, dass ein Landeplatz im Gelände ohne Gefährdung des Piloten richtig beleuchtet werden kann.

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Die ausgeleuchtete Wiese des Anwesens Häuslarn 5 1/2 in der Nacht als Hubschrauberlandeplatz ausgeleuchtet

Denn erschwerend kommt noch hinzu, dass die Rettungskräfte äußerst schnell agieren müssen, einmal wegen drohender Lebensgefahr von Verletzten, nicht aber zuletzt wegen der sehr begrenzten Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers. In der Regel wird hier nur mit einer Spanne von ca. 20 Minuten kalkuliert. Alle Beteiligten müssen hier unter enormen Zeitdruck äußerst zuverlässig arbeiten, damit eine gefahrlose Landung bewerkstelligt werden kann. Die Problematik wurde im Anschluss an die Übung bei einer kleinen Brotzeit im FFW-Haus ausführlich besprochen und entsprechende künftige Verbesserungen für einen Ernstfall, der hoffentlich nicht eintreten wird, diskutiert.

© by Josef Ederer Katzbach 33, März 2017